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Morlok:    Döllnitzbahn vorerst gerettet       Siehe unten





Link zum Rettungszug    http://www.wilder-robert-rettungszug.de/



  Link zum "Wilden Robert"   http://www.wilder-robert.de/




    Foto: Fotowelt Broschüre "Wilder Robert"  Fotowelt Ralf Thiele





Die Döllnitzbahn zwischen Oschatz und Mügeln ist vorerst

gerettet. Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok teilte am

Donnerstag mit, die Finanzierung sei bis Ende des Jahres 2012

gesichert. Darauf hätten sich bei einem Spitzengespräch am

Mittwochabend das Ministerium, der Bürgermeister der Stadt

Mügeln, Volkmar Winkler, sowie die Landräte Gerhard Gey

(Landkreis Leipzig) und Michael Czupalla (Landkreis

Nordsachsen) geeinigt. Danach würde die Döllnitzbahn in ein

Konzept eingebunden, das die Finanzierung aller

Schmalspurbahnen in Sachsen neu regelt.

Land beteiligt sich mit 270.000 Euro.


Wie ein Sprecher des Ministeriums dem MDR sagte, wird sich das

Land in diesem Jahr mit 70.000 und im kommenden Jahr mit

200.000 Euro beteiligen. Wie hoch der Gesamtbedarf und die

Aufteilung der Kosten auf die anderen Beteiligten sind, wollte der

Sprecher nicht sagen. Darüber sei vorerst Stillschweigen

vereinbart worden. Anfang Mai hieß es, dass allein in diesem

Jahr 250.000 Euro fehlen.

Dem am Mittwoch beschlossenen Vorschlag müssen jetzt noch

die entsprechenden Gremien wie beispielsweise der

Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL)

zustimmen. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, in einer

schwierigen Sondersituation einen Kompromiss für diesen

Einzelfall zu finden", sagte Morlok. "Nun haben wir Zeit, die

Döllnitzbahn ab 2013 in ein Konzept zur Neuregelung der

Finanzierung der Schmalspurbahnen einzubinden."




Nach der Abbestellung des arbeitstäglichen Schülerverkehrs zwischen Mügeln und Oschatz durch den ZVNL ab dem 8. Juli 2011 ist die Existenz der Schmalspurbahn besiegelt.

 13 Arbeitsplätze gehen in dieser strukturschwachen Region verloren. Aber auch die Eisenbahn-Infrastruktur der Strecke wird verfallen, denn der Förderverein "Wilder Robert" ist allein nicht in der Lage, diese aufrecht zu erhalten. Auch die in der letzten Zeit immer gut besetzten, dampfgeführten Traditionszüge werden nicht mehr fahren, da am 24. Mai 2011 die Kesselfrist der einzigen betriebsfähigen Dampflok 99-574 abläuft.

Dies alles ist ein schwerer Schlag nicht nur für den Förderverein, sondern auch für die benachbarten Städte und Gemeinden. Das bisher recht erfolgreiche touristische Konzept für die Vermarktung der strukturschwachen Region basierte unter anderem auf den regelmäßigen Dampfzügen der Döllnitzbahn als Alleinstellungsmerkmal.

Wir als Döllnitzbahn und Förderverein "Wilder Robert" fordern von den Kommunal- und Landespolitikern, eine finanziell tragfähige und nachhaltige Lösung für unsere Schmalspurbahn zu finden. Die Zeit drängt!

Quelle:  www,doellnitzbahn.de

                                                            

IMPRESSUM                                            © FOTOWELT RALF THIELE